Six degrees of separation
Bekannt aus Film und Fernsehen ist ja das „Jeder kennt jeden über sechs Ecken“-Mem, das auf ein Experiment von Stanley Milgram zurückgeht.
Six degrees of Wikipedia ermittelt genauso den Weg von einem Wikipedia-Artikel zum nächsten. Zum Beispiel von Angela Merkel zu Blowjob.
Loungiges
Eine schöne Untermalung für faule Sonntagnachmittage auf der Veranda ist die downloadbare Compilation Rubber Souled, auf der Funk- und Soul-Coverversionen von Beatles-Liedern versammelt sind. (via metafilter)
Taxonomie der Fehlschlüsse
Auf dieser Seite findet sich eine ausführliche, mehrstufig gegliederte Liste von argumentativen und logischen Fehlschlüssen. Das klingt langweilig, aber wir lassen uns im Alltag, im Studium, im Beruf und in der Politik immer wieder von Begründungen beeinflussen, die nicht schlüssig sind.
Das Studium dieser Beeinflussungstechniken kann immunisierend gegen mediale Manipulationen aller Art wirken. (Man kann sie natürlich auch selber anwenden und tut das wahrscheinlich auch oft, ohne es zu merken.)
Gute Ausgangspunkte sind das Strohmann-Argument, der Texas-Scharfschützen-Fehlschluss oder die Hitler-Karte (siehe dazu auch: Godwin’s Gesetz).
Wer sich etwas tiefergehend mit dem Thema Logik beschäftigen möchte, findet womöglich im Wikipedia-Artikel zur Aussagenlogik einen leicht verständlichen Einstieg.
Schneller Browsen
Fichey ist unspektakulär, aber für eine kleine Klasse von Problemen sehr nützlich: Es generiert Vorschaubilder aus RSS-Feeds, die man dann schneller durchblättern kann als man die Feeds lesen oder die Seiten selber besuchen könnte. Momentan funktioniert Fichey leider noch nicht mit beliebigen RSS-Feeds, aber anhand der Visualisierung des Digg.com-Feeds kann man schon ermessen, wie nützlich diese Innovation werden könnte, wenn man viele RSS-Feeds liest. Hier ist das Blog des Entwicklers.
Nachtrag: Aus ähnlichen Gründen sehr nützlich ist auch die visuelle Suchmaschine Pagebull. SpaceTime ist ein Programm, das mehr Funktionen bietet als Fichey, aber leider lokal installiert werden muss.
„What’s on family dinner tables in fifteen different homes around the globe?“
Das Time-Magazine hat gerade eine interessante Fotoserie über Ernährung weltweit. (via, via)
Analogradio 2.0
Wer sein gutes altes Analogradio vermisst, kann sich bei Tun3r trösten. Zudem ist das gute alte Sendersuchlaufrad ein überraschend gutes Interface auch für Webradios.
Gratis-Ohrfeigen
Folgender Zettel trieb gerade in einer Mineralwasserflasche den Fluss hinunter, in dessen Nähe ich wohne:
In diesem Zusammenhang ist auch ein Hinweis auf das Projekt Asphalt-Bibliothek des Brandstifters angebracht, in der zahlreiche ähnliche objets trouvés versammelt sind. Eine vergleichbare Sammlung gibt’s außerdem beim immer besuchenswerten UbuWeb (Eigenwerbung: „The YouTube of the Avant-Garde“). Besonders schön ist dort dieses Fundstück:
Internet-Fernsehen
Ich wollte schon länger erwähnen: Ich habe Joost-Invites zu vergeben.
Joost ist eine Erfindung der KaZaa- und Skype-Entwickler, mit dem man schon relativ nah an den heiligen Gral des Couch-Potato-Internet-Glotzens rankommt. Man lädt sich eine Software runter und kann sich dann ganz bequem durch die Kanäle zappen. Es gibt zwar noch nicht so viele davon, aber dafür ist macht wenigstens die Benutzeroberfläche der Software schon einen recht ausgereiften Eindruck.
Momentan ist Joost allerdings noch in der geschlossenen Beta-Phase, man muss also von einereinem schon angemeldeten Benutzerin eingeladen werden, um reinzukommen. Wenn jemand rein will, möge ersie einen Kommentar zu diesem Posting hinterlassen und ich schicke dann eine Einladung.
Tanzende Sträflinge
Die Häftlinge des Cebu Provincial Detention and Rehabilition Center auf den Philippinen tanzen die Choreografie zu Michael Jacksons Thriller (Originalversion, Lego-Version). Andere Videoclips aus dem selben Gefängnis: Radio Gaga, Sister Act.
Mah buckit!!!!11!!
Ja, ja, ja, ich weiß: Lolcats sind schon längst ein old meme und dieses hier ist besonders alt, aber…

Die (/eine) ganze Geschichte gibt’s hier. Überhaupt ist das faszinierende an den lolcats und anderen Internet-Memen die Geschwindigkeit, mit der Topoi (der Eimer) von anderen Produzenten aufgenommen und variiert werden, auch und insbesondere dann, wenn das Ganze intertextuell geschieht. So kommt zum Beispiel die Struktur „I’m in ur Ort Verbing ur Substantiv“ (Beispiel 1, 2, 3) der Folklore zufolge ursprünglich aus dem Echtzeit-Strategiespiel Starcraft.
Simples, aber kognitiv anspruchsvolles Spiel
Bei Triangles muss derdie Spielerin auf zwei getrennten Spielfeldern zwei Kreise so hin- und herbewegen, dass sie nicht von den seitlich bzw. von oben einfallenden Dreiecken getroffen werden. Den linken Kreis steuert man dabei mit der Tastatur, den rechten steuert man gleichzeitig mit der Maus. Mein Tipp: So wenig bewegen wie möglich. Mein Highscore: 5222.
Japanisches Menschen-Tetris
via digg video
Eine kleine Schatzkiste Obskuro-Mp3s
Die einzigen je aufgenommenen Kastratengesänge, die höchste je gesungene Note, die schlechteste Sängerin, der erste aufgezeichnete Papst, NS-Propagandasendungen mit Oxford-Akzent, unheimliche Geheimdienstnachrichten, die Erfinderin der modernen Krankenpflege, einen Exorzismus auf russisch, die letzten 30 Minuten des Jonestown-Massakers, die ersten magnetisch festgehaltenen sowie vermeintliche Klänge aus der Hölle gibt es auf dieser Seite.
Nachtrag: Dieser Mann kann auch verblüffend hohe Töne erzeugen.
(via metafilter)
Schönes Lied
Regina Spektor – Fidelity.