Twincest Galore
Was Schönes zum zweiten Advent habe ich gefunden für Dich, liebe Leserin, lieber Leser, und es hat irgendwo so um die 6,3 Mikroschwa auf dem Obskurometer. Weihnachtsbaum und Liebestraum – Eine Geschichte zu Heiligabend ist eine der zahlreichen Fanfic-Geschichten aus dem Tokio Hotel-Universum, und zwar eine, in der Bill und Tom, die Zwillinge, ihre jungen Leiber entdecken. Tatsächlich gibt es gar nicht wenige solcher Slash-Fiction genannten homoerotischen Erzählungen.
The Simple Life
Unconventional Ideas versammelt Essays des ehemaligen Büroaufsteigers und jetzt selbständigen Teppichreinigers John Andersen, in denen er dem Suburbia-SUV-Teamplayer-Lifestyle seinen Privatier-Zivilbürger-Handwerkerstolz-Lebensentwurf entgegensetzt. Eine lehrreiche Aussteigergeschichte.
Für den Einstieg empfehle ich diesen Text.
„Stark nudity on slick paper“
„Perversion for Profit“ heißt dieser 1965 produzierte Film, der Amerika vor den Gefahren gedruckten Schundes warnt. Sodomie! Brust-Fetischismus! Tiersex! Und das schlimmste: Gesunde amerikanische Jugendliche werden zu Perversen, wenn sie den verderblichen Wirkungen homoerotischer Magazine ausgesetzt sind. Da hat der Iwan dann natürlich leichtes Spiel!
Real Doll-Dokumentarfilm
Guys and Dolls ist ein Dokumentarfilm über Männer, die sich keine Hoffnung mehr auf ein Leben mit einer Frau aus Fleisch und Blut machen und die sich deshalb für ein Leben mit einer Real Doll entschieden. Real Dolls sind aufwendig produzierte Seemannsbräute aus Silikon, die in Hautfarbe, Körperform und Geschlechtsausstattung frei konfigurierbar sind und die über 6000$ pro Stück kosten.
Cutting out the Middleman
„Cutting out the middleman“ ist eine griffige englische Redewendung, mit der sich der Nutzwert vieler Webanwendungen beschreiben lässt: Dank iTunes-Store und MySpace Music verlieren die Musiklabels an Bedeutung, seine Bücher bestellt man direkt ab Lager und Reisen bucht man direkt im Internet.
Jetzt bekommen nach der selben Logik möglicherweise auch die Banken Konkurrenz, zumindest im Bereich Privatkundenkredit. Mit Smava hat jetzt die erste Person-To-Person-Lending-Anwendung in Deutschland den Dienst aufgenommen, worauf ich schon warte, seitdem ich das erste Mal von Smavas US-Vorbild Prosper.com gehört habe.
Das Prinzip ist einfach: Wer Geld braucht, stellt eine Beschreibung seinesihres Vorhabens bzw. seinerihrer geplanten Anschaffung online und die Plattform holt eine Schufa-Auskunft über die potentielle Schuldnerin ein. Dann können Anlegerinnen entscheiden, bei welchem Kreditvorhaben sie ihr Geld einsetzen wollen. Die Bank fällt weg, im Idealfall folgen daraus also auch günstigere Zinssätze, außerdem kann man als Anlegerin selber entscheiden, welche Vorhaben man durch einen Kredit fördern will.
Kiva.org vermittelt nach dem selben Prinzip Mikrokredite in Entwicklungsländer.
Porno-Dialog 2.0
Kafka oder Mann? fragt sich der eifernde Akademiker beim Hören dieses schnörkellosen, in seiner Elaboriertheit nicht mehr steigerbaren Dialogs.
Kurz flackert die Frage auf, ob womöglich absichtliche Ironie im Spiel ist? Die Antwort wird das Geheimnis des Autors bleiben.
Jedoch dauerte es nicht lang, bis sich einige anschickten diesem Genius nachzueifern wie es bei Meisterwerken dieser Kategorie üblich:
eine Matrix-Version darf nicht fehlen:
Six degrees of separation
Bekannt aus Film und Fernsehen ist ja das „Jeder kennt jeden über sechs Ecken“-Mem, das auf ein Experiment von Stanley Milgram zurückgeht.
Six degrees of Wikipedia ermittelt genauso den Weg von einem Wikipedia-Artikel zum nächsten. Zum Beispiel von Angela Merkel zu Blowjob.
Gratis-Ohrfeigen
Folgender Zettel trieb gerade in einer Mineralwasserflasche den Fluss hinunter, in dessen Nähe ich wohne:
In diesem Zusammenhang ist auch ein Hinweis auf das Projekt Asphalt-Bibliothek des Brandstifters angebracht, in der zahlreiche ähnliche objets trouvés versammelt sind. Eine vergleichbare Sammlung gibt’s außerdem beim immer besuchenswerten UbuWeb (Eigenwerbung: „The YouTube of the Avant-Garde“). Besonders schön ist dort dieses Fundstück:
Hot curly haired black women go moist for wireless broadband routers and mainframes.
9 things I learned about the world according to anonymous
stock photo models.
Karikaturen für den blasierten Hipster in uns allen
Bane Of My Existance. Erinnert an die guten alten suck.com-Tage. (via Metafilter)
Das Mädchen möchte lieber ein blaues Auto
Der Titel dieses Postings klingt tatsächlich bemerkenswert nach einer Spam-Betreffzeile. Ansonsten habe ich nicht viel zu kommentieren.
Ein Auge zugedrückt
Nerdcore linkt zu den Porträtfotos von Zhu Yunwei, die ungewöhnlich wirken, weil die Portätierten auf den Bildern ein Auge geschlossen haben.
Cause he’s Nick Burns, your company’s computer guy…
Sketch aus der amerikanischen Show Saturday Night Live, in dem es um einen sehr unsympathischen Systemadministrator geht.
Poop Back and Forth
Kleiner Junge out-grossed seine(n) Chatpartner(in). Sehr originelles setup, leicht abfallende Pointe.