Buñuel-eske Werbung aus dem Polen der späten 80er Jahre

Arggghhhh! Die Kakerlaken… sie sind… überall!!!

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März 30, 2007. Obskuro, Video. 2 Kommentare.

Open Mike

Teufelsgeiger Alex DePue punktet bei einer Open Mike-Night in San Francisco mit Owner of a lonely heart von Yes und Smooth Criminal von Michael Jackson. Vielleicht ist „Open Mike“ auch eine ganz gute Metapher für den Selbstdarstellungsaspekt von Social Software?

[via Digg Videos]

März 29, 2007. Aus Übersee, Popkultur, Social Software, Uncategorized, Video. 2 Kommentare.

Charakteristika sozialer Software

Wie lassen sich flickr, blogs, del.icio.us, MySpace, Digg beschreiben, kategorisieren, theoretisieren? Zu dieser Frage werde ich in loser Folge bloggen.

Ein erster Gedanke: Insofern es bei „Web 2.0“ um die Teilhabe an einem Gespräch geht, gibt es eine Dimension in der Beschreibung der Angebote, die auf die den investierten Aufwand und damit das Ausmaß der Schaffung von „User Created Content“ ausgerichtet ist.

In dieser Dimension wären oben genannte von wenig nach viel:

Link diggen bei digg.com -> Link bookmarken bei del.ico.us -> Kommentar auf einer MySpace-Seite hinterlassen -> Kommentar auf einem Blog hinterlassen -> Foto bei Flickr hochladen -> eigene MySpace-Seite einrichten und pflegen / eigenes Blog einrichten und pflegen.

Das lässt sich gewissermaßen auch als Maß an Teilhabe am social web betrachten.

März 28, 2007. Internet, Social Software, web2.0. 1 Kommentar.

Thesen zu Social Software

Im Folgenden einige Thesen zum Thema Blogs / Social Software ohne ausdrücklichen Anspruch auf Neuheit oder Widerspruchsfreiheit:

1. Blogs sind Gespräche. Die gesamte Infrastruktur der Blogosphäre ist auf die Erzeugung von Kommentaren ausgelegt. Jeder Kommentar ist ein Beitrag zu einer Konversation, jedes neue Posting ein Angebot, ein neues Gespräch anzufangen oder ein bestehendes zu verzweigen (im Sinne von „forken„.)

2. Blogs sind ein Teil des Strebens nach der größtmöglichen Ausdrucksmöglichkeit der größtmöglichen Zahl (von Menschen mit Internet-Zugang).

3. Kommende Generationen werden – und das ist keine besonders riskante Behauptung – auf uns zurückblicken und unsere naiven, „authentischen“ und spontanen – im Gegensatz zu strategisch geplanten – Formen der Selbstdarstellung belächeln, allerdings nicht mit diesem Worten, denn „Authentizität“ und „Spontaneität“ werden auf absehbare Zeit hoch im Kurs bleiben (wenn nicht sogar – ausgestattet mit ständig sich anpassender Bedeutung – im Kurswert steigen).

4. Ebenso wird sich die Praxis der Selbstdarstellung in immer ausgefeilterer Weise – online und offline – verbreiten.

5. Womöglich verändert das die Standards dessen, was salonfähig wird. Wenn die Verbindungsparty-Exzesse des Personalchefs im Jahr 2030 ebenso abrufbar sind wie die des Bewerbers, ist Augenhöhe wiederhergestellt.

6. Dies könnte entweder zu einer größeren Toleranz im Umgang mit „privaten“ Offenbarungen führen oder aber sich so auswirken, dass es verpönt sein oder als taktlos gelten wird, Menschen auf ihre MySpace-Seite von vor 20 Jahren anzusprechen.

7. Womöglich wird es ein Nutzungsmuster geben, das sich mit „im großen Bogen zurück an den Anfang“ betiteln lässt: So dass etwa Nutzer, die sich von traditionellen Medien zunächst abgewandt haben, unter neuen Vorzeichen und mit gewachsener Medienkompetenz dazu zurückkehren – und dann beispielsweise Zeitschriften als gedruckte Blogs, das Fernsehen als weniger anstrengendes YouTube wahrnehmen / nutzen.

März 26, 2007. Internet, Social Software, web2.0. 4 Kommentare.

Schwarmintelligenz

folding@home ist ein Projekt der Stanford University, bei dem ein jedes die Rechenleistung seinesihres Rechners für die biochemische Grundlagenforschung im Feld der Proteinfaltung zur Verfügung stellen kann, bei der Medikamente gegen Krankheiten wie Parkinson und Creutzfeld-Jakob rauskommen sollen.

Mittlerweile stehen dem Projekt unglaubliche 990 Teraflops an Rechenleistung zur Verfügung, verteilt auf über 200.000 Prozessoren in Privat- und Geschäftscomputern weltweit – und zu mittlerweile 72% in PlayStation 3-Spielkonsolen. Das ist fast dreimal mehr als der zur Zeit rechenstärkste Großrechner auf die Waage bringt.

Dieses Verfahren wird auf englisch sehr anschaulich als cpu scavenging bezeichnet (scavenger=Aasfresser, Lumpensammler) und wurde seit etwa 1997 auch schon für zahlreiche andere Projekte eingesetzt, unter anderem bei der Suche nach Außerirdischen.

[via blog you like a hurricane]

März 25, 2007. Internet, Social Software, Teh Kool. Hinterlasse einen Kommentar.

West Side Story – America

Ich, der ich – wie man im Norden Deutschlands so schön sagt – keinen Vertrach hab mit Musicals oder Tanzfilmen, empfehle hiermit den obigen Ausschnitt America aus der mutmasslich den Leserinnen dieses Blogs bekannten West Side Story* von Leonard Bernstein (Musik) und Stephen Sondheim (Text).

Warum? Zum einen als Erinnerung daran, dass das Genre doch mehr zu bieten hat als den Dreck, der meistens unter dessen Namen verkauft wird. Außerdem, weil mir die Behandlung des Themas Migration (unter vielem Anderen: Wunsch nach einem besseren Leben im Immigrationsland vs. Bewusstsein um die Diskriminierung von Einwanderern) in Anbetracht des Rahmens „Musical“ sehr geistreich und außerdem sehr empathisch wirkt. Gleiche oder auch andere Sichtweisen bitte in die Kommentare.

März 24, 2007. Aus Übersee, Popkultur, Video. 1 Kommentar.

„We’ll live out our core values / while the competition crawls“

Mid-level-Executive / Hobbymusiker spielt seine Coverversion des U2-Titels One bei einem Firmen-Event der Bank of America. Ein Auszug aus den Lyrics:

„It is even better
Now that we’re the same
Two great companies come together
Now, MBNA is B of A

And it’s one bank
One card
One name that’s known all over the world
One spirit
We get to share it
Leading us all to higher standards“

Gruselig? Abgeschmackt? Auf höchst beunruhigende Weise stimmig?

Adorno hilf!

(Cringe-worthy ist es auf jeden Fall.)

Was ist es eigentlich, das von dieser Aufnahme diskreditiert wird? U2? Die Bank of America? Die Vorstellung von Widerständigkeit und Authentizität in der Popmisuk? Nichts davon? Alles?

Geradezu unheimlich passend scheinen einige Zeilen aus dem R.E.M.-Titel Exhuming McCarthy aus dem Jahr 1986 diesen Vorfall zu kommentieren:

„You’re beautiful, more beautiful than me
You’re honorable more honorable than me
Loyal to the Bank of America

It’s a sign of the times
It’s a sign of the times“

Ein Zeichen der Zeit, wahrlich. Aber was sagt es uns?

Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass Johnny Marr (ja, der Johnny Marr) und David Cross diese Version des Tracks ins Popmusik-System zurückgefüttert haben, indem sie den Titel als Vorgruppe bei einem Modest Mouse-Konzert in New York live aufführten.

[Complete lyrics inside courtesy of stereogum] [via radar]

März 22, 2007. Aus Übersee, Popkultur. 4 Kommentare.

George W.-Solarstreitwagen rettet die Welt!

Hippie baut solarbetriebenen Streitwagen mit George W. als Antrieb. (via ehrensenf)

März 18, 2007. Aus Übersee, Obskuro, Video. 1 Kommentar.

Social Networking-Plattformen mal anders

Mutmaßlich kennen die meisten Leserinnen dieses Blogs solche Websites wie StudiVZ, MySpace oder Xing.

Weniger bekannt ist aber, dass es mittlerweile nicht nur für Studenten, Emokids und „Professionals“ Netzwerke gibt, sondern auch für Senioren und Obdachlose – letzteres wohl semisatirisch und mit folgendem Banner zu bewerben:

Banner PennerVZ

Eine weitere interessante Nicht-mehr-ganz-Neuheit aus der Welt der Sozialen Software ist Ning.com, eine Site, die ihren Usern anbietet, eigene Social Networking-Plattformen zu beliebigen Themen zu erstellen. Über 40.000 solcher Spezial-Netzwerke werden bei Ning gehostet, wenn man dem Seitenzähler glauben darf.

Ning verhält sich also zu MySpace oder StudiVZ etwa so wie das neulich schon erwähnte Wikia.com zur Wikipedia: Als das nämlich, was man in der Informatik als Fabrikmethode bezeichnet. Ning und Wikia sind dabei gegenüber konkreten sozialen Netzwerk-Sites und einzelnen Wikis auf einer übergeordneten Ebene: Sie erzeugen Social Networking-Sites und Wikis, statt selber welche zu sein. Vielleicht sind solche Plattform-Generatoren ein Trend, der in den nächsten Monaten noch mehr zu beobachten sein wird.

März 15, 2007. Internet, Social Software, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

Cause he’s Nick Burns, your company’s computer guy…

Sketch aus der amerikanischen Show Saturday Night Live, in dem es um einen sehr unsympathischen Systemadministrator geht.

März 13, 2007. Aus Übersee, Popkultur, Video, Zwischenmenschliches. 2 Kommentare.

Diagramme

Außerdem interessant:

Many Eyes

Many Eyes ist ein Forschungsprojekt von IBM, bei dem Benutzerinnen seineihre Datenreihen und Visualisierungen veröffentlichen können. Dabei kommen faszinierende interaktive Diagramme heraus wie z.B. folgende:

März 9, 2007. Teh Kool. Hinterlasse einen Kommentar.

Nützliche Arbeitstechniken I: Der temporäre Taskspeicher

Als Informatiker denkt man ja auch manchmal über Informationsverarbeitung nach. Dabei fallen auch nützliche Arbeitstechniken ab, wie zum Beispiel diese: Gerade bei der Arbeit am Computer wird man ja leicht abgelenkt und hat dann den „Wo war ich jetzt stehengeblieben“-Effekt. Außerdem fallen einem ja gerne mal Kleinigkeiten ein, die jetzt auch noch gut wären schnell zu erledigen. Beides unterstützt ein Notizzettel, der aus einem auf zwei Drittel gefalteten A4-Papier besteht. Hier notiert man alle noch in dieser Arbeitssitzung zu erledigenden Aufgaben. So behält man der Überblick, vergisst aber auch keine Geistesblitze.

dsc00296.JPG

P.S. War das jetzt eigentlich zu banal für ein Posting oder interessieren Euch solche Tipps?
P.P.S. Papier ist ja heutzutage allgemein schwer unterbewertet. Zu Unrecht!

März 8, 2007. Arbeitstechniken, Nützlich. 1 Kommentar.

RSI-Prävention

Workrave ist ein unspektakuläres, aber sehr nützliches Open Source-Programm, das meinen Stresslevel um mindestens 10% gesenkt hat. Das Tool erinnert dendie Benutzerin daran, regelmäßig Pausen zu machen. Das soll helfen, Repetitive Strain Injury (RSI)* zu verhindern und hat den angenehmen Nebeneffekt, dass man dadurch regelmäßig auch Abstand zu (PC-)Problemen gewinnt, in die man sich sonst verbeissen würde (sog. Mann[/Frau?]-gegen-Maschine-Phänomen).

Es blendet ein kleines Fenster ein, das die verbleibende Zeit bis zur nächsten Mikropause und Kaffeepause anzeigt und optional auch die Gesamtzeit überwacht, die man heute am Computer verbracht hat.

Workrave Screenshot

Außerdem hat es als Logo ein herzallerliebstes Schaf!

Workrave Logo

(via Web Worker Daily)

März 7, 2007. Internet, Nützlich, Uncategorized. Hinterlasse einen Kommentar.

Visueller Thesaurus

thesaurus.gif

Die imaginäre Zielgruppe dieses Blogs umfasst auch Geistesarbeiter, bzw. neumodischer „Information Worker“, zu deren Tätigkeit es natürlich auch gehört, Texte zu verfassen. Ein Thesaurus, bzw. Synonymlexikon bzw. Verzeichnis von Alternativausdrücken ist hier womöglich nützlich, insbesondere wenn es mit einem ansprechenden Interface und sinnvoller Visualisierung semantischer Bezüge ausgestattet ist. So wie die Website Visual Thesaurus, auf die ich hier hinweisen möchte.

(Hinweis: Nach drei Anfragen erscheint eine Meldung, man solle ab jetzt bezahlen, aber das legt sich wieder, wenn man das Suchfenster schließt und im Hauptfenster die nächste Suche eingibt)

März 6, 2007. Internet, Nützlich. 1 Kommentar.

Noch mehr MP3-Services

Ein ebenfalls sehr nützlicher Mehrwertdienst auf Basis der zahlreichen im Web mehr oder weniger legal verfügbaren Audiofiles ist WebJay, das kürzlich von Yahoo! aufgekauft wurde. Eigentlich ist der Dienst ganz simpel: User können Playlists sharen, die aus mp3s, oggs und asfs aus dem Web bestehen. Andere User können diese Playlists dann einfach mit ihrem bevorzugten MP3-Player abspielen.

Auf diesem Weg bin ich zum Beispiel auf diese hervorragende Obskuro-World-Music-Playlist (courtesy wie so oft of WFMU) gestoßen. Alles in allem gibt es aber noch nicht besonders viele Playlists.

Fussnote: Gibt es eigentlich für „sharen“ eine etablierte Übersetzung ins Deutsche? „Teilen“ passt da nicht so richtig, denn die gesharten Daten werden ja nicht kleiner dabei…

Update: Ähnliche Dienste bieten auch Finetunes und Mercora an, allerdings nicht auf Basis öffentlich zugänglicher MP3s, sondern mit einer festen Auswahl von Soundfiles.

März 6, 2007. Internet, Popkultur, Social Software, Teh Kool, Uncategorized. 2 Kommentare.

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