Wer sucht was wo?

Google Trends nimmt einen Suchbegriff entgegen und zeigt dann an, an welchen Orten am häufigsten nach diesem Suchbegriff gesucht wird. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass in Nicosia (Zypern) häufiger nach „Analverkehr“ gesucht wird als in Augsburg (laut Google Trends die Analverkehr-Hauptstadt Deutschlands). Auch dass Heilbronn ganz weit vorne dabei ist bei Suchen nach „Currywurst“ überraschte mich. Dass aber nach Seiten über das Thema „Sex mit Nonnen“ in der Türkei, in Ägypten und in Indien häufiger gesucht wird als im Vatikan oder in Oberbayern, hätte ich nun beim besten Willen nicht geglaubt.

Fühlen Sie sich frei, liebe Besucherinnen, in den Kommentaren weitere unerwartete Entdeckungen zu posten.

August 31, 2007. Internet, Spiel, Sprache, Technologie, Teh Kool. Hinterlasse einen Kommentar.

Werner Herzog ist ein bemerkenswert stoischer Charakter

In diesem Ausschnitt aus einem BBC-Interview mit dem Filmemacher Werner Herzog sieht man, wie der Interviewte angeschossen wird. Er reagiert darauf erstaunlich gelassen und kommentiert den Vorfall in diesem Interview als „part of the folklore of [Los Angeles]“. Danke übrigens an Dachrili für den Hinweis auf dieses Video.

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August 30, 2007. Aus Übersee, Kultur, Obskuro, Teh Kool, Video. 2 Kommentare.

Gespentische Nachtaufnahmen aus der Wüste

Lost America: Roadside Gallery versammelt langzeitbelichte Nachtaufnahmen von verlassenen Tankstellen, Motels und anderen Gebäuden im amerikanischen Westen.

August 29, 2007. Aus Übersee, Ethnografisches, Kultur. 1 Kommentar.

Cutting out the Middleman

„Cutting out the middleman“ ist eine griffige englische Redewendung, mit der sich der Nutzwert vieler Webanwendungen beschreiben lässt: Dank iTunes-Store und MySpace Music verlieren die Musiklabels an Bedeutung, seine Bücher bestellt man direkt ab Lager und Reisen bucht man direkt im Internet.

Jetzt bekommen nach der selben Logik möglicherweise auch die Banken Konkurrenz, zumindest im Bereich Privatkundenkredit. Mit Smava hat jetzt die erste Person-To-Person-Lending-Anwendung in Deutschland den Dienst aufgenommen, worauf ich schon warte, seitdem ich das erste Mal von Smavas US-Vorbild Prosper.com gehört habe.

Das Prinzip ist einfach: Wer Geld braucht, stellt eine Beschreibung seinesihres Vorhabens bzw. seinerihrer geplanten Anschaffung online und die Plattform holt eine Schufa-Auskunft über die potentielle Schuldnerin ein. Dann können Anlegerinnen entscheiden, bei welchem Kreditvorhaben sie ihr Geld einsetzen wollen. Die Bank fällt weg, im Idealfall folgen daraus also auch günstigere Zinssätze, außerdem kann man als Anlegerin selber entscheiden, welche Vorhaben man durch einen Kredit fördern will.

Kiva.org vermittelt nach dem selben Prinzip Mikrokredite in Entwicklungsländer.

August 28, 2007. Nützlich, Social Software, Teh Kool, Zwischenmenschliches. Hinterlasse einen Kommentar.

Das 20. Jahrhundert im Spiegel der Pressefotografie

Dutzende von sehr bekannten, bekannten und (mir noch nicht) bekannten Pressefotografien samt Hintergründen gibt’s hier.

August 27, 2007. Kultur, Medien. Hinterlasse einen Kommentar.

Mit essen gespielt

Was macht der Vegetarier, wenn sein Frühstück auf einmal auch Augen hat? Oder Zähne?

August 26, 2007. Spiel, Teh Kool. 1 Kommentar.

Baumeister spielen

Stackopolis ist ein Spiel, bei dem man unter Zeitdruck ein Gebäude bauen muss, indem man (anfangs zufällig verteilte) Bausteine umsortiert. Die Vorlage für das Gebäude ist rechts unten, der Bauplan links unten im Bild zu sehen. Ich bin bis Level 4 gekommen, aber es gibt insgesamt 20 Levels.

August 24, 2007. Spiel. 2 Kommentare.

Indie-Gaming

Dieser Artikel zählt 50 teilweise online spielbare Games auf, die nicht von einem der großen Studios produziert wurden, die also „Indie“ sind. Wer genervt ist, weil es im kommerziellen Spieleangebot fast ausschließlich Ego-Shooter, Real-Time-Strategiespiele und Sportspiele gibt, wird hier vielleicht fündig. (Wobei ja erfreulicherweise vor allem Nintendo mit dem Wii und dem Nintendo DS dem Gamedesign formal und inhaltlich neue Wege aufgezeigt hat)

August 22, 2007. Spiel. Hinterlasse einen Kommentar.

Neues aus der Zukunft von Gestern

Paleo-Future ist eines von diesen Blogs, bei denen das Nerd-Herz einen kleinen digitalen Piepton macht, denn es geht dort um Retrofuturismus, also die Zukunftsvisionen von Gestern. Dankenswerterweise nach Jahrzehnten sortiert, kann man sich von luftigen Fluggerätevisionen aus den 1880ern („Going to the Opera in the Year 2000“) bis hin zu den klassischen IT-Business-Zukunftsszenarien der 1980er und 1990er anschauen, wie sich die Menschen früher die Welt von heute vorgestellt haben.

August 21, 2007. Design, Kultur, Obskuro, Technologie. 1 Kommentar.

C30, C60, C90, Go!

Geldbörsen, Gürtelschnallen, USB-Sticks und andere Gegenstände aus guten alten Stereo-Kassetten hergestellt.

August 20, 2007. Design, Kultur, Popkultur, Spiel, Technologie. Hinterlasse einen Kommentar.

Geständnisse

Neulich schon erwähnt wurde hier ja das Mailart-Projekt postsecrets.com, bei dem Menschen anonym persönliche Geheimnisse einsenden können. Als kleine Ergänzung kommt hier noch ein Trailer für die Website:

Trailer für Websites – das ist ohnehin eine gute Idee, weil ich dann bequem einen Trailer nach dem anderen anschauen könnte und dann entscheiden, wie ich meine schmale Aufmerksamkeit investieren will.

August 19, 2007. Kultur, Video. Hinterlasse einen Kommentar.

Da sieht’s ja aus wie bei Neweconomys unterm Sofa!

Bilder aus Großraumbüros von Agenturen, Beratungsfirmen und Internet-Startups zeigt fast täglich das Blog Office Snapshots. Preisfrage: Wer findet das Whiteboard mit dem nächsten großen Ding drauf?

August 19, 2007. Ethnografisches, web2.0. 2 Kommentare.

Abenteuerspielplatz Baustelle

So, ich bin wieder zurück aus dem Urlaub und danke allen Gastautoren.

Als erstes gibt’s von mir einen Link zu dem ohnehin sehr empfehlenswerten Blog Web Urbanist, das ein Posting bringt über das illegale Eindringen in verlassene Gebäude und Baustellen, um dort hübsche Fotos für die Nachwelt zu machen.

August 18, 2007. Aus Übersee, Ethnografisches, Kultur, Teh Kool. 2 Kommentare.

hauptmerkmale des web 3.0

leider fallen mir keine links ein, die ich für anklickenswert hielte oder mit denen ich im vergleich zu den gastautoren der vorhergehenden postings mithalten könnte, weshalb in diesem ganzen posting kein einziger link vorkommen wird. das liegt bei mir daran, dass ich schon länger keine interessanten seiten mehr finde, weil bei mir google nichts mehr findet. also so wie früher. die einzigen sinnvollen treffer führen zu wikipedia-artikeln, der rest zu schrott oder reklameseiten. auf den ersten blick als sinnvoll erscheinende treffer entpuppen sich als seiten, auf denen das anklickenswerte wiederum nur dezente google-text-annoncen sind, die zu weiteren vermeintlich interessanten seiten führen, die aber wiederum nur aus google-text-annoncen bestehen. wahrscheinlich ist das so, weil (mehr …)

August 15, 2007. Internet, Low-brow, Obskuro. Hinterlasse einen Kommentar.

Si tacuisses…

1. Entschuldigung

Die Tatsache, dass ich diesen Blog erst mit deutlicher Verspätung „bereichere“, schiebe ich auf die gestrige Magenspiegelung, die mich (Achtung!) ziemlich geschlaucht (haha!) hat.

2.1. Meine derzeitigen drei Lieblingslinks

Da kann man sich noch so sehr als wichtiges Mitglied der Gesellschaft sehen, aber wenn man bedenkt, was die Erfinderfamilie alles schon an tollen Sachen erfunden hat (meine persönlichen Highlights sind der „Massage WC-Sitz“ und das „Magnet-Capy“ (sic!)) so wird die eigene Nichtigkeit in Bezug auf das Voranbringen der Menschheit doch auf sehr schmerzhafte Art und Weise deutlich.

Wenn man Humor, zu viel Zeit und die Nase voll von Hardcore-Christen hat, dann kann man schon mal auf die Idee kommen, das ganze in Form einer eigenen Homepage zu parodieren. Fast schöner noch als die Seite der Christenfront ist die ihrer Nachwuchsorganisation.

War zu erwarten und ist trotzdem schade, dass postsecrets.com, die Seite, bei welcher anonym selbstbeschriftete Postkarten, die von persönlichen Geheimnissen erzählten, eingesandt werden konnten (und wohl immer noch können), inzwischen auf eine Kitschschiene gelangt ist, von welcher sie vor zwei Jahren noch weit entfernt war. Doch auch Youtube-Videos und effektheischende Musik (früher durften die Postkarten noch völlig unkommentiert und ohne jedes Tamtam auf der Seite stehen) ändern nichts daran, dass dem Voyeuristen in mir die ein oder andere Postkarte immer noch mit konstanter Regelmäßigkeit unter die Haut geht.

2.2. Nachtrag

Habe heute in der Mensa von einem Youtube-Video erzählt, dass meinem Vorurteil, Popmusik zwecks haha mit anderen Bildern zu unterlegen sei nicht komisch, zumindest mal eine Ausnahme entgegengebracht hat.

Auf Wunsch des Blogbetreibers hier der Link:

Russischer Märchenfilm meets Rammstein

3. Schluss

August 14, 2007. Nützlich. 2 Kommentare.

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