hauptmerkmale des web 3.0

leider fallen mir keine links ein, die ich für anklickenswert hielte oder mit denen ich im vergleich zu den gastautoren der vorhergehenden postings mithalten könnte, weshalb in diesem ganzen posting kein einziger link vorkommen wird. das liegt bei mir daran, dass ich schon länger keine interessanten seiten mehr finde, weil bei mir google nichts mehr findet. also so wie früher. die einzigen sinnvollen treffer führen zu wikipedia-artikeln, der rest zu schrott oder reklameseiten. auf den ersten blick als sinnvoll erscheinende treffer entpuppen sich als seiten, auf denen das anklickenswerte wiederum nur dezente google-text-annoncen sind, die zu weiteren vermeintlich interessanten seiten führen, die aber wiederum nur aus google-text-annoncen bestehen. wahrscheinlich ist das so, weil

google inzwischen das ganze internet gekauft hat, weshalb ich – im unterschied zu vielen anderen – google aber nicht für böse halte, schliesslich hätten die ja ganz andere sachen kaufen können, worüber ich nur spekulieren kann. sicher ist aber folgende historische entwicklung: das web 1.0 bestand aus bunter aufdränglich-nervender banner-werbung. das web 2.0 aus unauffälliger google-text-reklame und wenn man diese entwicklung weiterdenkt, wird das web 3.0 komplett werbefrei sein. google wird also genauso platzen, wie die ganzen firmen der web 1.0-blase.

was blogs betrifft, wird der in der bloggerszene regelmässig (im ersten posting von neuen blogs) beklagte punkt des unattraktiven layouts mit dem übergang zu web 3.0 ebenfalls komplett der vergangenheit angehören. das problem ist im moment nämlich, dass es nur eine hand voll schriftarten gibt, mit der alle webseiten geschrieben werden müssen (times new roman, verdana usw.), weil microsoft nur diese schriften für´s web freigegeben hat und alle anderen schriften besitzenden firmen (wie z. b. adobe) gar keine. da es im web 3.0 aber keinen werbekommerz mehr geben wird, wird es auch firmen wie microsoft und adobe nicht mehr geben und daher alle schriften frei zur verfügung stehen.

wie zum beispiel die schriftart rotis von otl eicher, der zunächst von den nazis und später vom hans-filbinger-regime drangsaliert wurde und aus meiner sicht der bedeutendste deutsche nachkriegsdesigner war, weil er z. b. piktogramme (icons) erfunden hat, also etwas ohne das das heutige graphische internet und computer gar nicht funktionieren würden.

für seine rotisschrift hat er übrigens keine grossbuchstaben entworfen, weil er grossgeschriebene wörter als symbol für hierarchie und unterdrückung ansah. weshalb ich hier ebenfalls alles klein schreibe und alle hiermit auffordere fortan klein zu schreiben, weil nur so – das, was den fortschritt zum web 3.0 im moment noch aufhält, also google/adobe etc., genauso wie nazis/filbinger verschwinden.

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August 15, 2007. Internet, Low-brow, Obskuro.

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