Referrer-Spam?

Seit einigen Wochen kommen laut WordPress-Statistik bis zu zwei Dutzend Besucherinnen am Tag über den Suchbegriff „Wrong Turn“ (bzw. „wrong turn“ und noch einige andere Schreibweisen) auf dieses Blog. Das Problem ist nur: Bis zu diesem Posting kamen diese Worte in meinem Blog gar nicht vor, wie Google bestätigt.

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September 13, 2007. Internet, Medien, Popkultur, Social Software, Technologie, web2.0. 1 Kommentar.

Reputation in der Wikipedia

Eine Arbeitsgruppe an der University of Santa Cruz hat einen Algorithmus zur Berechnung der Vertrauenswürdigkeit von Wiki-Autoren entwickelt. Ausgewertet wird dabei die Information, wie lange die Änderungen eines bestimmten Autors bestehen bleiben. Je länger eine Information sich auf der Seite hält, desto größer ist ihr Wert und desto vertrauenswürdiger ist derdie Autorin. Das Verfahren bezeichnen sie als „content-driven reputation“.

Es gibt auch eine Demo, bei der die Reputationsinformation von einigen hundert Wiki-Seiten farbkodiert dargestellt werden – je vertrauenswürdiger der Autor ist, desto heller ist der Hintergrund der Textpassage. Interessante Idee.

September 4, 2007. Internet, Nützlich, Social Software, Technologie, web2.0, Wikipedia. 2 Kommentare.

Da sieht’s ja aus wie bei Neweconomys unterm Sofa!

Bilder aus Großraumbüros von Agenturen, Beratungsfirmen und Internet-Startups zeigt fast täglich das Blog Office Snapshots. Preisfrage: Wer findet das Whiteboard mit dem nächsten großen Ding drauf?

August 19, 2007. Ethnografisches, web2.0. 2 Kommentare.

Porno-Dialog 2.0

Kafka oder Mann? fragt sich der eifernde Akademiker beim Hören dieses schnörkellosen, in seiner Elaboriertheit nicht mehr steigerbaren Dialogs.

Kurz flackert die Frage auf, ob womöglich absichtliche Ironie im Spiel ist? Die Antwort wird das Geheimnis des Autors bleiben.

Jedoch dauerte es nicht lang, bis sich einige anschickten diesem Genius nachzueifern wie es bei Meisterwerken dieser Kategorie üblich:

eine Matrix-Version darf nicht fehlen:

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August 9, 2007. Low-brow, Medien, Obskuro, Popkultur, web2.0, Zwischenmenschliches. 1 Kommentar.

Schneller Browsen

Fichey ist unspektakulär, aber für eine kleine Klasse von Problemen sehr nützlich: Es generiert Vorschaubilder aus RSS-Feeds, die man dann schneller durchblättern kann als man die Feeds lesen oder die Seiten selber besuchen könnte. Momentan funktioniert Fichey leider noch nicht mit beliebigen RSS-Feeds, aber anhand der Visualisierung des Digg.com-Feeds kann man schon ermessen, wie nützlich diese Innovation werden könnte, wenn man viele RSS-Feeds liest. Hier ist das Blog des Entwicklers.

Nachtrag: Aus ähnlichen Gründen sehr nützlich ist auch die visuelle Suchmaschine Pagebull. SpaceTime ist ein Programm, das mehr Funktionen bietet als Fichey, aber leider lokal installiert werden muss.

Juli 27, 2007. Internet, Nützlich, Teh Kool, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

Internet-Fernsehen

Ich wollte schon länger erwähnen: Ich habe Joost-Invites zu vergeben.

Joost ist eine Erfindung der KaZaa- und Skype-Entwickler, mit dem man schon relativ nah an den heiligen Gral des Couch-Potato-Internet-Glotzens rankommt. Man lädt sich eine Software runter und kann sich dann ganz bequem durch die Kanäle zappen. Es gibt zwar noch nicht so viele davon, aber dafür ist macht wenigstens die Benutzeroberfläche der Software schon einen recht ausgereiften Eindruck.

Momentan ist Joost allerdings noch in der geschlossenen Beta-Phase, man muss also von einereinem schon angemeldeten Benutzerin eingeladen werden, um reinzukommen. Wenn jemand rein will, möge ersie einen Kommentar zu diesem Posting hinterlassen und ich schicke dann eine Einladung.

Juli 26, 2007. Internet, Medien, web2.0. 3 Kommentare.

Del.icio.us für akademische Veröffentlichungen

CiteULike ist ein Dienst, den es schon seit Ende 2004 gibt. Leider habe ich ihn jetzt erst entdeckt, ich hätte es schon viel früher brauchen können. CiteULike ist im Grunde ein öffentlicher, durchsuchbarer Multi-User-Zettelkasten, ähnlich also wie del.icio.us, nur eben für Artikel aus peer-reviewed journals.

Juli 9, 2007. Arbeitstechniken, Internet, Nützlich, Teh Kool, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

Selbstdarstellungsmanagement im Social Web

Ein kurzer Gedanke: Immer mehr Menschen haben mehrere Accounts bei Sites mit Socializingfeatures wie Xing, MySpace, StudiVZ, Flickr usw. Sie haben folglich also mehrere Selbstdarstellungen zu managen.

Ich halte es für sinnvoll, zwischen privaten, teilprivaten und öffentlichen Selbstdarstellungen zu unterscheiden:
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Juli 3, 2007. Social Software, web2.0. 2 Kommentare.

Weblogs als Wunderkammer

„A Web log really, then, is a Wunderkammer. That is to say, the genealogy of Web logs points not to the world of letters but to the early history of museums — to the „cabinet of wonders,“ or Wunderkammer, that marked the scientific landscape of Renaissance modernity: a random collection of strange, compelling objects, typically compiled and owned by a learned, well-off gentleman.“ Portrait of the Blogger as a Young Man via Kottke.

Mai 20, 2007. Internet, Social Software, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

„Clear, free, unregulated communication“

Ein Feature über das Internet, gesendet 1993 im kanadischen Fernsehen.

Mai 3, 2007. Aus Übersee, Internet, Video, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

Digg für Web 2.0-Anwendungen

Listio ist ein gemeinschaftlich erstelltes Verzeichnis für Web 2.0-Anwendungen nach dem Digg-Prinzip: Jeder kann einen Link vorschlagen und jeder eingeloggter Benutzerin kann den Link dann mit einer Ja- oder einer Nein-Stimme bewerten – so kommt dann eine Rangliste zustande. Momentan fehlt noch ein wenig der Content, aber da die Idee ebenso naheliegend wie nützlich ist, dürfte sich das bald ändern.

Noch nützlicher wäre ein solches Verzeichnis, wenn die einzelnen Einträge nicht nur mit Tags ausgezeichnet wären, sondern mit semantischen Auszeichnungen, also mit strukturierten Metadaten. Dann würden Anfragen möglich wie „Zeige mir alle englisch- und deutschsprachigen Social-Networking-Seiten, die älter als ein Jahr sind und mehr als 100.000 Mitglieder haben“. Das wäre dann, wenn man das Semantic Web denn als Web 3.0 bezeichnen will (von Sinn und Unsinn dieser Versionsnummern einmal abgesehen), so etwas wie Web 2.5, also eine Verknüpfung von Web 2.0-Diensten mit den Abfragemöglichkeiten des Semantic Web.

P.S. Schon länger gibt es ja Go2Web20.net, ein deutlicher umfangreicher ausgestattetes Web 2.0-Verzeichnis.

April 26, 2007. Internet, Nützlich, semantic+web, Social Software, web2.0. Hinterlasse einen Kommentar.

Aktuelle Wikipedia

Dieser Clip dokumentiert im Zeitraffer wie in den ersten zwölf Stunden nach dem Massaker der Wikipedia-Artikel zu den Virginia Tech Shootings entsteht. Mittlerweile hat der Artikel einen Umfang von mehr als einem dutzend Bildschirmseiten und ist durch nicht weniger als 136 Fussnoten fundiert. (via Digg Video)

April 21, 2007. Aus Übersee, Internet, Social Software, Video, web2.0, Wikipedia. 3 Kommentare.

JenniCam 2.0

Justin Kan ist einer der Gründer der Web 2.0-Kalendersite Kiko.com und trägt seit etwas mehr als einem Monat rund um die Uhr eine Kamera auf dem Kopf. Ja, auch wenn er mal austreten muss.

Lifecasting nennt der Mann das Ganze und es dürfte der vorläufige Höhepunkt der Selbstdarstellung des kompletten Lebens im Internet sein. Aufmerksamkeit ist offensichtlich ein sehr begehrtes Gut.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das gerade sehr schnell an Popularität gewinnende Twitter, das sich zum herkömmlichen Blog in etwa so verhält wie Instant Messenging zu Email, d.h. als eine schnellerer, weniger formaler Kommunikationskanal.

Twitter ist dafür gedacht, dass man wem auch immer schnell mitteilen kann, was man gerade macht. Und was machen die Twitter-Benutzerinnen so? Sie schlafen, essen und haben Meinungen. Na dann.

Update:Es gibt mittlerweile auch schon einige deutsche Twitter-Klone.

April 20, 2007. Internet, Video, web2.0. 1 Kommentar.

Charakteristika sozialer Software

Wie lassen sich flickr, blogs, del.icio.us, MySpace, Digg beschreiben, kategorisieren, theoretisieren? Zu dieser Frage werde ich in loser Folge bloggen.

Ein erster Gedanke: Insofern es bei „Web 2.0“ um die Teilhabe an einem Gespräch geht, gibt es eine Dimension in der Beschreibung der Angebote, die auf die den investierten Aufwand und damit das Ausmaß der Schaffung von „User Created Content“ ausgerichtet ist.

In dieser Dimension wären oben genannte von wenig nach viel:

Link diggen bei digg.com -> Link bookmarken bei del.ico.us -> Kommentar auf einer MySpace-Seite hinterlassen -> Kommentar auf einem Blog hinterlassen -> Foto bei Flickr hochladen -> eigene MySpace-Seite einrichten und pflegen / eigenes Blog einrichten und pflegen.

Das lässt sich gewissermaßen auch als Maß an Teilhabe am social web betrachten.

März 28, 2007. Internet, Social Software, web2.0. 1 Kommentar.

Thesen zu Social Software

Im Folgenden einige Thesen zum Thema Blogs / Social Software ohne ausdrücklichen Anspruch auf Neuheit oder Widerspruchsfreiheit:

1. Blogs sind Gespräche. Die gesamte Infrastruktur der Blogosphäre ist auf die Erzeugung von Kommentaren ausgelegt. Jeder Kommentar ist ein Beitrag zu einer Konversation, jedes neue Posting ein Angebot, ein neues Gespräch anzufangen oder ein bestehendes zu verzweigen (im Sinne von „forken„.)

2. Blogs sind ein Teil des Strebens nach der größtmöglichen Ausdrucksmöglichkeit der größtmöglichen Zahl (von Menschen mit Internet-Zugang).

3. Kommende Generationen werden – und das ist keine besonders riskante Behauptung – auf uns zurückblicken und unsere naiven, „authentischen“ und spontanen – im Gegensatz zu strategisch geplanten – Formen der Selbstdarstellung belächeln, allerdings nicht mit diesem Worten, denn „Authentizität“ und „Spontaneität“ werden auf absehbare Zeit hoch im Kurs bleiben (wenn nicht sogar – ausgestattet mit ständig sich anpassender Bedeutung – im Kurswert steigen).

4. Ebenso wird sich die Praxis der Selbstdarstellung in immer ausgefeilterer Weise – online und offline – verbreiten.

5. Womöglich verändert das die Standards dessen, was salonfähig wird. Wenn die Verbindungsparty-Exzesse des Personalchefs im Jahr 2030 ebenso abrufbar sind wie die des Bewerbers, ist Augenhöhe wiederhergestellt.

6. Dies könnte entweder zu einer größeren Toleranz im Umgang mit „privaten“ Offenbarungen führen oder aber sich so auswirken, dass es verpönt sein oder als taktlos gelten wird, Menschen auf ihre MySpace-Seite von vor 20 Jahren anzusprechen.

7. Womöglich wird es ein Nutzungsmuster geben, das sich mit „im großen Bogen zurück an den Anfang“ betiteln lässt: So dass etwa Nutzer, die sich von traditionellen Medien zunächst abgewandt haben, unter neuen Vorzeichen und mit gewachsener Medienkompetenz dazu zurückkehren – und dann beispielsweise Zeitschriften als gedruckte Blogs, das Fernsehen als weniger anstrengendes YouTube wahrnehmen / nutzen.

März 26, 2007. Internet, Social Software, web2.0. 4 Kommentare.

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